Speak Now! - Broschüre gegen den Islamismus: Workshop und Lesung

Samstag 10.10.2026 // 12.00 Uhr // Oskarstraße 1, 01219 Dresden

Workshop & Lesung mit Pêk Koach e.V.: Speak Now: Stimmen gegen den Islamismus

Islamismus betrifft nicht nur Politik und Sicherheit, sondern prägt das Leben vieler Menschen ganz konkret. In der Broschüre „Speak Now" kommen Betroffene und Expert*innen zu Wort, die aus ihren Erfahrungen berichten. Sie schildern, wie islamistische Ideologien in den Alltag hineinwirken, welche Folgen sie für Frauen, queere Menschen sowie religiöse und ethnische Minderheiten haben und wie sich dadurch das gesellschaftliche Klima verändert. Die Broschüre analysiert den Islamismus als menschenfeindliche Ideologie entlang seiner zentralen Säulen: Antisemitismus, Frauenfeindlichkeit, Queerfeindlichkeit und Hass auf Minderheiten.
Die Auseinandersetzung mit der Broschüre wirft dabei größere Fragen auf: Was bedeutet eine universelle feministische Solidarität? Warum ist es notwendig, feministische Kämpfe gegen Antisemitismus, Rassismus und Islamismus zu verbinden?

Workshop (12-15 Uhr) | FrauenBildungsHaus, Oskarstraße 1
Gemeinsame Lektüre ausgewählter Texte der Broschüre zu den Säulen Misogynie und Queerfeindlichkeit, anschließend Austausch in Kleingruppen. Bei Interesse steht Raum für weiterführende Lektüre zur Verfügung. Dieser Workshhop ist FLINTA* only
Anmeldung unter: fbz@frauenbildungshaus-dresden.de

Pause mit gemeinsamen Essen (15-16 Uhr)

Lesung & Gespräch (16-19 Uhr) | FrauenBildungsHaus, Oskarstraße 1
Die beiden Herausgeberinnen stellen die Arbeit ihres Vereins Pêk Koach e.V. vor und lesen aus ihren Beiträgen in der Broschüre.
Fatma Keser liest aus „Identität im Feuer: Kurdischer Widerstand als Antithese zur islamistischen Einfalt" – über den Islamismus als Projekt gewaltsamer Vereinheitlichung, das sich seit Jahrhunderten gegen Kurd:innen richtet, und über die Kriminalisierung kurdischen Lebens in Deutschland. In ihrer Lesung legt sie einen Schwerpunkt auf feministischen Widerstand.
Maria Kireenko liest aus „Putins Dschihad: russländische Islamisten im Krieg gegen die Ukraine" – über Ramsan Kadyrows Tschetschenien und die islamistische Propaganda, mit der das Regime Soldaten für Russlands Krieg gegen die Ukraine mobilisiert.
Im Anschluss diskutieren wir gemeinsam.

Fatma Keser wurde in Nordkurdistan geboren und ist politische Bildnerin, Mitherausgeberin des Sammelbands „Gesichter des politischen Islams" (2023) und Mitgründerin der Initiative MigrantInnen für Säkularität und Selbstbestimmung. Sie ist Vorstandsmitglied von Pêk Koach und Madonna Mädchenkultur und arbeitet zu kurdischer Geschichte, Feminismus, Islamismus, türkischem Rechtsextremismus und Gewalt im Namen der Ehre.
Maria Kireenko ist Historikerin, politische Bildnerin und jüdische Aktivistin, aufgewachsen in Südrussland, mit Studium in Göttingen und Berlin. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Antisemitismuskritik und Feminismus; als Vorstandsmitglied von Pêk Koach engagiert sie sich gegen Antisemitismus, antikurdischen Rassismus und Sexismus.
Beide sind Vorstandsmitglieder von Pêk Koach e.V. Der Name des Vereins vereint zwei Sprachen und zwei Gemeinschaften: „Pêk" ist kurdisch für „zusammen, vereint", „Koach" hebräisch für „Kraft, Widerstandskraft". Als intersektional-feministische Plattform macht Pek Koach jüdische und kurdische Perspektiven sichtbar, insbesondere die von Frauen, die von Antisemitismus, antikurdischem Rassismus und Islamismus betroffen sind.